Für meine Seminar- und Bachelorarbeit im Studium habe ich stapelweise Kopien angefertigt. Auch das erste halbe Jahr der Promotion habe ich Kopien über Kopien gemacht – aber mittlerweile bin ich vollkommen auf Scans umgestiegen.

Scannen hat viele Vorteile:

  • Scans nehmen keinen Platz weg und verstopfen keine Regale, sondern können am Laptop oder auf einem Stick überall mithin genommen werden. Für mich ist das besonders wichtig, weil ich häufig auch von zuhause aus arbeite und so nur äußerst selten mehr als meinen Laptop dafür mitnehmen muss. Auch als ich einen Forschungsaufenthalt in Luxemburg gemacht habe, war es praktisch, dass ich keine Stapel Kopien mit dorthin und wieder zurück nehmen muss. Auch unterwegs arbeiten ist so viel einfacher.
  • Scans können ohne Platzbeschränkungen gut sortiert werden. Gerade wenn man von Anfang an eine einheitliche Namensgebung (etwa Autor + Jahr + Titel) verwendet, lassen sich die Scans in einem Ordner so aufbewahren, dass man sie immer wieder findet – völlig frei von Platzbeschränkungen.
  • Mit Texterkennungssoftware können PDF-Dateien so bearbeitet werden, dass man Textausschnitte einfach rauskopieren oder das Dokument nach bestimmten Stichwörtern durchsuchen kann. Mit der richtigen Einstellung kann man dann auch alle PDF-Dateien in einem bestimmten Ordner nach Stichwörtern durchsuchen – besonders praktisch, wenn man sicher ist, etwas Bestimmtes gelesen zu haben, nur nicht mehr genau weiß, wo. Das funktioniert übrigens auch, wenn man die Dokumente beim Literaturverwaltungsprogramm Citavi einfügt.
  • Scans sind umweltfreundlicher, weil sie weder Papier noch Tinte verbrauchen.
  • Scans kann man leichter teilen. Gerade wenn man andere Wissenschaftler*innen kennt, die an ähnlichen Projekten arbeiten, ist es sehr nützlich, gute Literatur einfach per E-Mail austauschen zu können.

Ich bin völlig überzeugt von Scans und arbeite fast ausschließlich damit. Leider haben viele (Instituts-)bibliotheken an meiner Uni keinen Scanner oder die lassen sich nur sehr umständlich bedienen. Daher benutze ich seit über einem Jahr die kostenlose Handy-App Adobe Scan. Über die Handy-Kamera lassen sich Quellen einfach abfotografieren und in eine einheitliche PDF-Datei einfügen. Das Programm erkennt dabei die Seitenränder automatisch, die einzelnen Seiten können aber auch noch angepasst und bearbeitet werden. Statt die Fotos direkt in der App zu machen, kann man sie auch erst einmal mit der Kamera-App machen und später bei Adobe Scan einfügen. Und für Dateien bis zu maximal 25 Seiten erkennt die App kostenlos den Text. Die Dateien werden online in einer Cloud gespeichert und können dann ganz einfach am PC heruntergeladen werden. Komfortabler geht es kaum.


Kopiert ihr oder scannt ihr? Benutzt ihr auch eine App oder ein Programmm, das ihr empfehlen könnt?

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